Grippe oder doch das Hantavirus ?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und der NDR weisen auf die Gefahren bei der Gartenarbeit durch das Hantavirus hin. Die natürlichen Wirte der für den Menschen gefährlichen Hantaviren sind verschiedene Nagetiere. Daneben sind in den vergangenen Jahren Hantaviren auch bei Spitzmäusen, Maulwürfen und Fledermäusen entdeckt worden.

Die Viren werden von infizierten Tieren über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Der Mensch infiziert sich über den Kontakt mit
Ausscheidungen von infizierten Nagern, wenn kontaminierter Staub aufgewirbelt und die Erreger eingeatmet werden.

Informationsblatt des Robert-Koch-Institutes zum Hantavirus
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Die Viren können in der Umwelt mehrere Wochen überdauern. Daher ist zur Ansteckung kein direkter Kontakt mit den Nagern notwendig. Eine Infektion durch Bisse von infizierten Nagern ist ebenfalls möglich.

Die Virusinfektion verläuft häufig ohne Symptome oder so leicht, dass die Infektion dem Betroffenen nicht auffällt. Symptomatische Erkrankungen werden unter dem Begriff „Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom“ (HFRS) zusammengefasst, wobei der Schweregrad des Verlaufs unter anderem von der Art des Hantavirus abhängt.

Mitteleuropäische Hantavirus-Arten verursachen grippeähnliche Infektionen, mit über drei bis vier Tage anhaltendem hohen Fieber (über 38 Grad Celsius) sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In
einer darauffolgenden Krankheitsphase können Blutdruckabfall und schließlich Nierenfunktionsstörungen bis zum akuten Nierenversagen auftreten.

Sehr selten kann sich die Erkrankung auf die Lunge auswirken oder deutlich sichtbare, äußere Blutungen verursachen.