FSME-Infektion durch Zecken

Gefahren in Wald, Garten und auf Wiesen ?

Die Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME) wird hauptsächlich durch Zecken übertragen. Es handelt sich um eine durch den FSME-Virus hervorgerufene Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks. [1]

Zecken sind nicht nur im Frühjahr und Sommer sondern bei Temperaturen ab 7°C an mehreren Tagen nacheinander aktiv. Sie können sogar Frost bis zu -10°C überleben. Das Virus wird dabei unter anderem vom Hauptwirt, der Maus, aufgenommen und kann dann in der Folge bei weiteren Stichen z.B. an Menschen weitergegeben werden.

Die FSME Risikogebiete dehnen sich immer mehr über die traditionellen Gebiete in Bayern und Baden-Württemberg nach Norden aus. Für 2019 hat das Robert-Koch-Institut (RKI) fünf neue Risikogebiete definiert, darunter das Emsland in Niedersachsen.

Erkrankungsverlauf

Die Inkubationszeit beträgt sieben bis zehn Tage. Die FSME-Erkrankung verläuft in zwei Phasen: Nach grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen kommt es in der zweiten Phase zu einer Infektion des zentralen Nervensystems mit Lähmungen der Atemmuskulatur oder der Extremitäten. Auch Gleichgewichtsstörungen treten auf. Bei ungefähr einem Prozent der Patienten in Phase 2 verläuft die Erkrankung leider tödlich.

Was kann man tun ?

Sofern man sich im Freien in Risikogebieten aufhält, sollte der Körper und die Kleidung nach Zecken abgesucht werden. Die Kleidung muß bei 60°C gewaschen werden, da Zecken bei Temperaturen von 40°C oder weniger die Wäsche überleben.

Sinnvoll vor allem für Menschen im Alter über 50 Jahre sowie Kinder sind vorbeugende Maßnahmen wie die FSME-Impfung. Die Grundimmunisierung erfolgt optimalerweise in den Wintermonaten. Kurzfristiger Impfschutz kann aber noch im Frühjahr durch eine Schnellimmunisierung erfolgen. Die ersten zwei Impfungen werden im Abstand von 14 Tagen verabreicht, die dritte Dosis für die vollständige Grundimmunisierung wird dann 5 bis 12 Monate später geimpft.

Ihr Arzt in Hamburg Bergedorf Dr. med. Ismene Kappos-Baxmann
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¹ mit freundlichem Dank an Ärztezeitung vom 5. Juni 2019
² mit freundlichem Dank an www.zecken.de